46.000 Euro in 3 Tagen (Update)

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Waren Sie schon im Urlaub? Oder haben es vor? Wo geht es denn hin, wenn ich fragen darf? Vielleicht nach Marokko?

Mobiles Datensurfen im Ausland kann teuer werden

Mobiles Datensurfen im Ausland kann teuer werden

Sie wissen sicher, daß Datenroaming mit dem Handy außerhalb der EU-Länder etwas teurer werden kann. T-Mobile nennt in seiner Preiliste 79 Cent pro angefangenen 50 kB Datenblock, das sind lockere 15,80 Euro für ein Mega Byte an Daten.

Ein prominenter Urlauber war 3 Tage in Marokko und dort natürlich auch fleißig online, zu Hause traf ihn die Handy-Rechnung in Höhe von locker flockigen 46.126,63 Euro.

Der Promi war nicht irgendwer, sondern Kai Diekmann, dem einen oder anderen als Chefredakteur der Tageszeitung mit den riesengroßen Buchstaben und den schwach angezogenen Mädels auf der Titelseite bekannt, die angeblich kein Mensch liest, die aber dennoch eine Millionen-Auflage hat.

Da Telekom Chef Rene Obermann zufällig bei ihm im Hause auf einer Management-Tagung eine Rede hielt, fragte Diekmann, ob Obermann ihm nicht bei seiner astronomischen Rechnung helfen könne. Obermann machte ihm vor versammelter Mannschaft unmißverständlich klar, dass er sich als ganz normaler Beschwerdeführer „hinten anstellen“ müsse.

Die Sache hinterläßt ein Schmunzeln, insbesondere daß hier für „Promis“ keine Ausnahme gemacht wird. Gut so. Doch wenige Sekunden später fragt man sich, warum Datenroaming so brachial teuer sein muß. 46.000 Euro geteilt durch 15,80 Euro ergibt grob gerechnet 3 GigaByte. Nach eigenen Angaben habe „Kai D.“ nur „verwackelte“ Urlaubsvideos von Marokko nach Hause überspielt. Der Verdacht, daß seine Frau sich ein paar Filmchen heruntergeladen habe, weil es „permanent geregnet“ habe, habe sich übrigens als falsch erwiesen.

Keine Frage: Solche Roaming-Preise sind absurd, aber wenn man sich gut auf seinen Trip vorbereitet hat, kann man trotzdem kurz online gehen, um etwa die Überschriften (Header) seiner Mails kurz zu checken und nur das herunterzuladen, was einem wirklich wichtig erscheint, ohne gleich verarmen zu müssen.

Das Mailen oder Uploaden von großen Bildern oder gar Videos verbietet sich im Urlaub von selbst, es sei denn, irgendwo ist ein bezahlbares WLAN-Netz zu finden oder ein Internet-Cafe mit festem Anschluß. Das Bloggen kann man „offline“ vorbereiten und seinen Text (dürfte meist unter 50 kB sein) in einem Rutsch hochzuladen, sofern das „Interface“ zum Blogging-System bytesparend programmiert ist. Einige Blogs können auch per e-mail angesteuert werden.

Ein ideales Tool ist hier der Blackberry mit seinem datensparenden Konzept. Vielleicht wollen uns diese Roaming-Preise „back to the roots“ führen, als ein Modem mit 1200 Bits pro Sekunde noch „normal“ und 2400 Bit/s richtig „schnell“ waren? Die ersten Handys schafften dann schwindelregende 9.600 Bit. Heute sind es einige Zehnerpotenzen mehr.

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3 Antworten to “46.000 Euro in 3 Tagen (Update)”

  1. sven Says:

    Schön wie Herr Diekmann sich selber und allen anderen in die Tasche lügt. 3 Tage bloggen macht über 2 Gigabyte Traffic? Und die hübsche Mona auf der Titelseite hat glatt vergessen ihr Hemd anzuziehen…

  2. Thomas Says:

    Erstens: Muss man denn im Urlaub unbedingt Internet haben? Urlaub heisst für mich Erholung, Entspannung und -im wahrsten Sinne des Wortes- ABSCHALTEN von dem ganzen Alltags-Einheitsbrei!
    Zweitens: Es dürfte sich doch allmählich rundgesprochen haben, dass das ziemlich teuer werden kann. Tja, manche Dinge sind eben chronisch und passieren immer wieder! Gelernt wird daraus scheinbar wohl nie…

  3. Ingolf Says:

    Virales Marketing und alle fallen darauf rein. Auch in diesem Blogbeitrag hat das Politmagazin einen Backlink abgestaubt. Wenn man die ganzen Links kaufen müsste, würde das viel mehr als 46 Mille kosten.

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