Warum die Telekom heute (an mir) nichts verdient

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Aufgrund einer grösseren Veranstaltung befinde ich mich heute und die nächsten Tage in Madgeburg. Vor Ort musste ich ins Internet kommen und suchte nach Wegen. Bevor ich mit einem UMTS Modem beginne, wollte ich die anderen Alternativen ausprobieren, die mir das Hotel anbietet.

In Hotels gibt es oft WLAN und teils „echte“ LAN Anschlüsse. Vielerorts finden sich in deutschen Hotels sogar TAE Dosen, mit denen Hotelgäste sich beispielsweise per Dial-in mit dem Firmennetzwerk direkt verbinden können. Das ist auch heute noch ein durchaus gern genutzter Weg, trotz VPN im weltweiten Netz.

Diese Wege haben gegenüber UMTS Zugängen einen durchaus beachtlichen Vorteil: sie sind stabiler. Bei UMTS Netzen besteht immer wieder die Gefahr, dass die Netze wegen zu hoher Auslastung an Geschwindigkeit einbüssen oder die Verbindung abreist. Da haben lokale Installationen Vorteile.

Hier vor Ort finde ich nun ein WLAN Netz vor, das vom Hotelpartner T-Mobile (oder jetzt eben Telekom) betrieben wird. Wenn ich Partner lese, bekomme ich immer wieder meine Zweifel. Partner hört sich oft an nach „wenn es Probleme gibt, gibt es eben keine Lösung“. Aber bei der Telekom kann man davon ausgehen, dass es tut. Also wollte ich mich ins WLAN einwählen.

Dann habe ich die Preise gesehen. Nein, das ist kein Scherz:

8 Euro für 60 Minuten WLAN.

Desweiteren ist es möglich, sich über DSL oder andere Verträge einzuwählen, was billiger sein dürfte. Da ich im Ausland wohne, habe ich so eine Möglichkeit aber in Fremdländern nicht. Als Alternative wird mir noch das angeboten:

29 Euro für eine zeitlich begrenzte Flatrate.

Diese Tarife sind doch schlicht Wahnsinn! 8 Euro für 60 Minten, das ergibt einen Minutenpreis von 13,3 cent! Das ist sogar teurer als der 9 cent/min Datentarif bei den Telekom-Discounter Handys. So leid es mir tut, aber dann macht eben ein anderer das Geschäft. Ich habe hier noch eine Base Prepaidkarte mit Tagestarif. Der Tarif ist heutzutage nicht mehr der beste, aber dennoch meilenweit besser als alles, was mir die Telekom hier im Hotspot anbietet. Gerne hätte ich der Telekom per WLAN Umsatz beschert, aber bei diesem Angebot macht ein anderer das Geschäft.

Leid tun mir nur die Gäste, die vielleicht aus dem Ausland kommen und nicht wissen, dass sie im 200 Meter entfernten Handyladen eine günstige Datenkarte bekommen. Die sehen die Tarife und werden sich bei diesen Mondpreisen fragen, ob Deutschland schon in der Welt des Internets angekommen ist oder nicht.

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2 Antworten to “Warum die Telekom heute (an mir) nichts verdient”

  1. Pierre Says:

    Die Preise sind echt heftig. Aber für jemanden der sich nicht auskennt ist die Nutzung dieser Preise die einzige Möglichkeit um Online zu gehen. Im Nachhinein wird man sich aber über die hohe Rechnung ärgern und genauso denken wie du.

  2. gb Says:

    hey, das war doch guenstig – schonmal die ‚Sonderangebote‘ der Messegesellschaften angeschaut? In Hannover letztens:

    1h = 60 Online-Minuten 10,00 Euro
    4h = 240 Online-Minuten 35,00 Euro
    10h = 600 Online-Minuten 60,00 Euro

    aber immerhin:

    „Das jeweilige Zeitguthaben ist während der gesamten Veranstaltungsdauer gültig und kann in beliebig vielen Sessions aufgebraucht werden.“

    wow, also 300x fuer 2 Minuten online kosten ’nur‘ 60 Euro…

    Wenn ich jetzt ueberlege, was eine Datenflat kostet und die einheimischen (also: deutschen) Firmen das eh‘ meist haben, und ein wissender Auswaertiger dafuer auch den Stick mitbekommt *und* die ganzen 10 Tage *durchgehend* online sein kann…….

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