Mobiles Bezahlen vor dem Durchbruch oder schon da?

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Ich wiederhole mich mal wieder: Mobiles Bezahlen, könnten wir längt haben, denn wir hatten es ja schon. Ich sage nur Paybox. Aber es ist zunächst einmal an der Ängstlichkeit der Branche gescheitert. Und jetzt…?

Damals wurde viel Geld verbraten. „Simpay“ eine sündhaft teure Allianz von Telekom und Vodafone… gescheitert. MPass, soll kommen, ist gestartet, kommt, jetzt wirklich, denn die Telekom (Mobilfunk) ist ja jetzt auch an Bord, aber richtig spürbar sichtbar ist da noch nichts.

Wissen Sie was? Eines baldigen Tages werden zwei Systeme auf dem Handy und in den Läden auftauchen, die es schon lange gibt. Die Einen mögen sie, die Andern mögen sie nicht, die Mehrheit nimmt sie mehr oder weniger uninteressiert zur Kenntnis.

Das eine System wird Paypal sein. Das Internetkaufhaus ebay hat sie auf den Markt gedrückt, weil das System für Käufer im großen und ganzen funktioniert (Ich muss dem Händler keine sensiblen Kontodaten bekannt geben). Kleinere Händler klagen durchaus nachvollziehbar, dass in einzelnen Fällen eigentlich  zustehende Gelder blockiert worden sein sollen, weil irgendwelche Alarmmechanismen ausgelöst wurden, sei es, dass ein Kunde zu (Un)Recht(?) reklamiert hatte oder ein kleinerer Händler ein privates Paypalkonto für seine „Firma“ verwendete (um Kosten zu sparen) oder sein Einnahmeverhalten irgendwie nicht ins Raster von Paypal passte. Dass Paypal happige Gebühren verlangt, wenn man sich (selbst als Privatperson) Geld aufs Paypal-Konto „bezahlen“ läßt… Ist geschenkt, sie sind einfach da und werden in vielen Online-Shops bereits akzeptiert.

Das andere System ist heimlich still und leise an den Kassen der Supermärkte angekommen und es würde mich nicht wundern, wenn man morgen an der Ladenkasse auch seine Einkäufe für Pizza, Obst und Gemüse damit bezahlen könnte, die Rede ist von Apple und seinem System iTunes.

Diese Unternehmen haben es einfach gemacht, ob man das gut findet oder nicht. Die andern haben Bedenken getragen, endlose Meetings veranstaltet, Millionen Power-Point-Präsentationen angeschaut, aber nichts zu Rande gebracht. Vielleicht hätten sie sich einmal in Afrika oder im fernen Afghanistan umschauen sollen. Da wird schlicht per SMS bezahlt. Das kann jedes heute gebräuchliche Handy. Da braucht man kein WAP, kein Wupp, kein Smartphone, einfach ein Handy. Aber das war den Damen und Herren zu einfach.

Dabei ist „weil einfach einfach einfach ist“, kein schlauer Werbepruch eines Düsseldorfer Mobilfunkdiscounters, sondern eine schlichte Tatsache, welche die anglophile Welt als „KISS“ bezeichnet: Keep it simple stupid. Es muß supereinfach sein und auch von Menschen mit geringen intellektuellen Fähigkeiten verstanden und genutzt werden, dann ist es erfolgreich.

Haben Sie schon mit Ihrem Handy bezahlt?

Was haben Sie bezahlt?

Hat es reibunglos funktioniert?

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2 Antworten to “Mobiles Bezahlen vor dem Durchbruch oder schon da?”

  1. iDet Says:

    Henning … Ich sehe es kommen: Vielleicht ist es wirklich Apple, die die ganzen Branche mal wieder vorführen werden.

    QR-Code-Scannen an der Kasse oder irgendein sicheres System. Bums und es wir ein Erfolg werden. Diese halbherzige Getue von den Netzprovidern. Sie wollen nur eins immer mitverdienen.

    Wir könnten schon längst beim Einsteigen in den Bus per Handy bezahlen. Die Bratwurst, das Parken oder sonst was.

    Tausend Partner … so wird es nix.

    Lass mal Apple kommen und alle werden staunen … ach so einfach 😉

  2. Werner Says:

    Hallo Henning,Mobiles Bezahlen über die Mobilfunkbetreiber braucht doch kein Mensch.
    Ich bezahle in Geschäften und an der Tankstelle mit meiner VR-BankCard ,im Inland und im Ausland.Der Service meiner Volksbank ist für kostenlos! Für eBay Einkäufe habe ich einPaypal-Konto,mehr brauche ich nicht.

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