Das Mobiltelefon im Auto und weiter?

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Horrende Bussgelder können davon nicht abhalten: Viele Leute halten nach wie vor ihr Mobiltelefon während der Fahrt ans Ohr. Fragt man nach, hört man allzuoft: „Wie soll ich das Gerät denn im Auto anschließen?“

Beim Fahren sollte man beide Hände am Steuer haben

Im Auto der Zukunft (Werksfoto BMW)

Wer ein gebrauchtes Auto kauft, kann vielleicht eines mit werkseitig vorbereiteter Freisprecheinrichtung ergattern. Auf die Frage, für welches Handy das „neue“ Auto denn vorbereitet sei, hört man dann nach intensiver Nachfrage meist Kultprodukte wie Nokia 6210 oder 6310, vielleicht auch schon das 6310i. Andere nennen noch ein Nokia 3110i.

Richtige Festeinbauten fürs Auto, also Autelefone mit eigener Funkeinheit im Auto und Anschluß zur festverbauten Auto-Antenne gibt es als Nachrüstgeräte quasi nicht mehr und sie sind gebraucht auch nur schwer zu ergattern. Wer einen Neuwagen ordert, sollte gleich bei der Bestellung dran denken.

Wer viel durch die „Provinz“ fährt, weiß einen „Festeinbau“ zu schätzen, der eine externe im Fahrzeug fest verbaute Antenne verwendet. Der Empfangsgewinn ist immer noch dramatisch. Fahrer eines Audi beispielsweise bekommen z.B. für die Modellreihe A4, A6 oder höher einen „Festeinbau“, wo sie nur noch ihre SIM-Karte (empfehlenswert wäre ein MultiSIM) in den schnurlosen Hörer einlegen oder ihr SAP-(SIM-Access Profile) fähiges Mobiltelefon mit dem Auto im Stand einmalig verbinden. Künftig steigen Sie ein, das Telefon wird erkannt, die Daten werden ins Auto umgeladen und sind über das Audi MMI (Mensch-Maschinen Interface) zu erreichen.

Wohin mit dem Mobiltelefon: Audi A6 Avant

Wohin mit dem Mobiltelefon z.B. im Audi A6 Avant (Werksfoto Audi)

Es bleiben die Fahrer von Mittelklassewagen, für die es solche werkseitigen Vorrüstungen nicht gibt (und eine spätere Nachrüstung ist schwierig) und es bleiben die, welche öfters das Auto wechseln, sei es privat oder beruflich (z.B. Firmenwagen aus einer Flotte, Mietwagen). Für sie bietet Bluetooth eine einfache Alternative, zumal nahezu alle heute aktuellen Handys und Smartphones über „Bluetooth“ verfügen.

Bluetooth (R) Logo

Bluetooth (R) Logo

Der Begriff „Bluetooth“ geht auf den dänischen König „Blatand“ (zu deutsch Blauzahn) zurück, der die nordischen Stämme einigte und ihm zu Ehren ist Bluetooth heute ein weit entwickelter Funkstandard über kurze Entfernungen z.B. für Kopfhörer, aber auch zu Ankopplung ans Auto. Gekoppelt wird in der Regel nur das Mikrofon und das Lautsprechersignal, d.h. das Handy sendet in der Ablage oder in der Jackentasche weiter.

Einige Autohersteller und Zubehöranbieter setzen auf Ladeschalen, passend für das jeweilige Handy und koppeln das Antennensignal induktiv oder kapazitiv aus, denn Handy mit Antennenschluß sind irgendwie aus der Mode gekommen.

Da eröffnet sich ein spannendes Feld und da scheint es bislang noch wenig zu geben.

Bald öffnet die Internationale Automobil-Ausstellung in Frankfurt ihre Tore. Mal schauen, was dort zu schauen gibt…

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Eine Antwort to “Das Mobiltelefon im Auto und weiter?”

  1. iDet Says:

    Ach Henning: da kann ich Dir eine Geschichte erzählen.

    Als ich vor drei Jahren meinen Golf VI neu bestellte gab es nur eine Freisprecheinrichtung Premium. Ihr rSAP-Bluetooth-Profil sollte sich die Mulitcard des im Kofferraum befindlichen Nokias ausleihen – weil mein iPhone ja nicht mit rSAP kompatible ist.

    Soweit so gut … so groß die Enttäuschung als o2-Kunde: Denn das Volkswagen Navi, welches als Tastatur auch Nummertasten programmieren kann will keine *124 verstehen.
    Ein paralleles Klingeln der Multikarten bietet o2 nicht an.

    So sitze ich nun im Auto und kann den Ruf nicht auf die Multicard legen.

    Die eine Alternative war, das iPhone auszuschalten und via o2-Multicardeinstellung die Rufweiterleitung auf die SIM im Auto … auch blöd, weil keine SMS- / WhatsApps-Nachrichten mehr ankommen.

    Wie oft kamen Rufe im Auto an nachdem ich schon Stunden im Büro war … wie nervig war es, wenn trotz teurer FSE ich das iPhone ans Ohr nehmen musste. Alles ziemlicher Käse !!!

    Die Lösung war ein Handyschaltung, die nun das Nokia im Kofferraum startet, wenn die Zündung an ist (Eigenbau). Nachteil … stehe ich vor einer geschlossen Schranke und mache die Zündung aus … stop dann auch das Telefonat 😉

    Ok … der Golf wird im Januar durch einen neuen ersetzt: Bei den aktuellen Volkswagen wird eine neue Bluetoothanlage verbaut. Die kann das Handsfree-Profile vom iPhone und rSAP, UMTS und was nicht alles.

    Mittlerweile bin ich auch wegen der MultiSim-Geschichte (Paralleles Klingeln) bei der Telekom Kunde. Nun ist alles einfacher.

    Die Empfangsleistung des eigenen Mobilfunk-Teils im VW ist schon hervorragend … und das entspannte Telefonieren will ich auch nicht mehr missen. Vor allem fragen meine Gesprächspartner immer wo ich denn wäre … denn die Fahrgeräusche hören sie nicht … Wie wenig habe ich früher im Auto telefoniert. Heute nutze ich die Zeit im Auto um Private Telefonate – oft stundenlang – zu führen. Wie neulich von Hamburg die ganze A1 runter 😉 …. Herrlich !!!

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