Als Tourist in Deutschland mobil unterwegs…

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Tourist kommst Du nach Deutschland, so holst Du Dir eine lokale Handy-Karte. Was aber, wenn man des Deutschen nicht so mächtig ist? Kein Problem. Viele sprechen heute englisch. Auch das Handy?

Ich hatte Besuch aus Amerika und wollte ihnen eine Prepaid-SIM-Karte mitgeben. Da hier immer irgendwas herumliegt, dachte ich an Blau. Alles hervorgeholt und erklärt und die Mailbox eingerichtet. Dabei stellte sich heraus, daß die Blau-Mailbox nur deutsch spricht und sich auch nicht umstellen läßt. Bei einer vergleichsweise herangezogenen Simyo Karte geht das übrigens auch nicht.

Die Gäste entdeckten „auf der grünen Wiese“ im großen „schlauen“ Supermarkt eine „Blauworld„-SIM-Karte, wie sie auch gerne in Ethno-Shops verkauft wird. Diese „Blauworld“ kommt auch von BLAU unterscheidet sich aber in Tarifen und Funktionen. Wichtigster Punkt: Blauworld kann mit E-Plus „Free & Easy“ Gutscheinen aufgeladen werden, Blau braucht eigene Codes.

Zurück zur Mailbox: Die Blauworld Mailbox sprach bei der Ersteinrichtung „ab Werk“ englisch und hätte dann auf deutsch umgestellt werden können. Immerhin.
Für Anrufe nach Hause ist Blauworld nicht einmal uninteressant: Zwar wird ein für unsere Geschmäcker unschöner Call-Setup-Preis von 15 Cent für jede Verbindung genommen, die Minutenpreise in verschiedene Länder dieser Welt liegen aber teilweise sehr nahe am Festnetz-Niveau.

So neugierig geworden, habe ich einmal weiter geforscht:

Die Vodafone CallYa Mailbox spricht auch nur noch deutsch, ich meine mich dunkel zu erinnern, daß man das früher einmal umstellen konnte. Vermutlich wurde auf dem Mailbox-Server neuer Speicherplatz benötigt (eine Mailbox ist ja nichts anderes als Speicherplatz auf einer „großen“ Festplatte 🙂

Bei Telekom Xtra hingegen ist das kein Problem. Die Mailbox kann im Menü 3-4-1-* auf englisch umgestellt werden und genauso wieder zurück. Bei den vorinstallierten Standardbegrüßungen könnten Vertragskunden sogar zwischen einer deutsch/englischen und einer deutsch türkischen Ansage wählen, das nur am Rande, für Xtra-Prepaid-Kunden gibts auf Wunsch einen festen deutschen Standardtext, der wahlweise die gewählte Rufnummer oder den Mailboxnamen enthält.

Bleibt noch o2: Die spanischen Münchner bieten auch ihren Prepaid-Kunden die Sprache englisch an (Menü 9-5-1). Spanisch gibts offenbar noch nicht.

E-Plus bietet seinen Laufzeitvertragskunden die Auswahl zwischen deutsch und englisch. Kunden des Angebotes von Ay Yildiz bekommen zielgruppengerecht auch türkische Ansagen.

Dahingehen spricht die Mailbox von Türk Telekom Mobile (im Netz o2) bislang nur deutsch und englisch, das könnte sich aber später ändern.

Eins ist zumindestens klar: Wer nach Deutschland zu Besuch kommt, sollte ein paar Brocken deutsch können oder bitteschön die Handy-Karte seines Heimatnetzes hier benutzen. Was das kostet, erfährt man beim heimischen Anbieter, entweder vorher (nicht einfach herauszufinden) oder nachher, wenn die Rechnung ins Haus oder den e-mail-Postkasten flattert oder das Prepaid-Guthaben „Alle“ ist.

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Eine Antwort to “Als Tourist in Deutschland mobil unterwegs…”

  1. Kevin Says:

    Nunja, die Voraussetzung, ein wenig Deutsch zu beherrschen, ist sicher nicht so unüblich. Würde man als Deutscher in die USA reisen, bräuchte man sicher auch Grundkenntnisse des Englischen, um mobilfunkmäßig zurechtzukommen (man korrigiere mich, wenn ich da falsch liegen sollte – man lernt ja nie aus).

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