Subventionen die keine sind

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Vertragsverlängerungen sind manchmal ein zweischneidiges Schwert, bieten öfters jedoch auch gute Angebote. Ich interessierte mich für einen Blackberry 9105 und da ich ein verlängerbares Abo hatte, schaute ich mich um. Was mir nun in der Schweiz angeboten wurde, ist zumindest interessant. Es soll eine Botschaft sein an alle Kunden, sich wieder an einen Grundsatz zu erinnern: erst rechnen, dann kaufen.

Blackberry Pearl 9105

Blackberry Pearl 9105 (Foto: RIM)

Der Blackberry 9105 wird in der Schweiz derzeit ohne Abo für etwa 250 CHF gehandelt. Nach den letzten Problemen dürfte der Preis in Zukunft wohl eher sinken, aber das ist ein anderes Thema. Da ein Blackberry gerade dann, wenn ein Kunde unterwegs viel mit Mails erledigen will und ein stabiles Gerät braucht, durchaus seine Vorteile hat, schaute ich mich nach diesen Produkten um. Die Pearl Baureihe kannte ich noch von der Zeit als Berater und war damit zufrieden.

In der Schweiz braucht es einen Laufzeitvertrag, um an eine Blackberry Option zu kommen. Da mein Festnetz, DSL und Handyabo kombiniert sind und zudem mein Anbieter Sunrise auch Multicards im Programm hat, dachte ich mir, ich bringe nun eines zum anderen. Ähnlich wie Anbieter in Deutschland, bieten Orange und Sunrise Abos ohne Handy an. So läuft auch mein Abo auf solchen Konditionen.

Eine Anfrage bei einem grossen Elektronik-Versand hier vor Ort erbrachte nun folgendes. Wenn ich den Blackberry 9105 nehmen würde und mein Abo um 12 Monate verlängere, wäre der Preis nur noch rund 210 CHF und nicht mehr 250 CHF – bei bestehenden Konditionen. Da wurde ich stuzig. Bei bestehenden Konditionen? Also fragte ich nach: bedeutet dies, dass das Abo ohne Handysubvention weiterlaufen würde?

Nun habe ich die Antwort in der Hand – und sie war ehrlich: nein, dann kommt die Gebühr obendrauf. In meinem Fall sind dies 10 CHF pro Monat – oder umgerechnet:

Für 120 CHF höhere Abokosten könnte ich 40 CHF beim Handy sparen.

Das entspricht einem Kredit mit 200% Zinsen. Sicherlich mag dies eine Ausnahme sein, da hier wohl ein wenig subventioniertes Abo in einer Kombination mit einer kurzen Laufzeit auftritt. Aber es zeigt eben, wie wichtig es ist, genau zu wissen, wie das gesamte Angebot aussieht, bevor sich ein Kunde von einem Rabatt blenden lässt.

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3 Antworten to “Subventionen die keine sind”

  1. Harald Says:

    Abgesehen davon, dass sich das in diesem Fall überhaupt nicht rechnet – rate ich sowieso davon ab, einen grundgebührfreien Vertrag in einen „mit Handy“ Vertrag zu ändern.

    Bei o2 hatte ich mal einen Genion S ohne Handy und nahm mir irgendwann ein Handy dazu (es rechnete sich). Als die 2 Jahre vorbei waren, gabs den Genion S nicht mehr – schon gar nicht grundgebührenfrei!

    Und ich nutze das Handy seit 2007 und habe immer noch kein neues (Nokia E90)… ich wollte also kein neues und weiterhin 10 Euro im Monat bezahlen – das wäre natürlich gegangen.

    Also diesen Fehler mache ich kein zweites Mal.

  2. Mr. Says:

    250 CHF für ein 9105? Und dann noch im Abo? O_o Viellllllllll zu teuer! Aber das ist die Swiss.

    • RBrosowski Says:

      Vielen Dank für den Hinweis. Ich habe bei guenstiger.de mal nachgesehen. Unter gleichen Voraussetzungen (der Lieferant in CH hat keine Versandkosten, es muss kein Abo abgeschlossen werden) gibt es Angebote ab 198 Euro aufwärts. Auf CHF umgerechnet sind das etwa 245 CHF. Der Preisunterschied ist somit vorhanden, aber nicht eklatant.

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