Redefining Mobile – Den Mobilfunk neu erfinden?

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Alle Jahre wieder gerät die Mobilfunkwelt in richtige Verzückung. Der Puls steigt, e-mails kommen im Sekunden-Takt. Man erkennt sie an drei Buchstaben – MWC.

Mobile World Congress
Der Mobile World Congress – 27.2.-1.3.2012 in Barcelona (Logo GSMA)

MWC steht für Mobile World Congress. MWC ist das Mekka der Branche hier treffen sich Mobilfunknetzbetreiber, Mobilfunkausrüster und all die kleinen und großen Firmen, die Soft- und Hardware anbieten, die klitzekleinen Apps für Android oder Apple’s iOS oder BlackBerry oder oder oder…

Neu dabei ist die Autoindutrie (z.B. FORD) oder die Softwarebranche (z.B. SAP), die ihre „mobility“ Lösungen vorstellen wollen. Alles ist mobil, alles wird vernetzt.

„Redefining Mobile“ lautet der Slogan der diesjährigen Messe, die mögliche Übersetzung „Mobilfunk neu erfinden“ klingt nicht so echön wie „redefining mobile“, denn „mobile“ ist alles, das (vernetzte) Auto sowieso.

Ein weiteres Zauberwort lautet LTE. Mit LTE (für Long Term Evolution) soll alles möglich sein, vor allen Dingen noch mehr Datengeschwindigkeit. In Barcelona werden die ersten Handsets (Geräte zum in die Handnehmen, also Telefone, Smartphones) mit LTE Schnittstelle gezeigt. LTE mit Nutzerdatenraten von 10-20 MB/s (vielleicht auch etwas mehr) zum schnellen mobilen Datenaustausch also surfen, e-mail, chatten, spielen und – wenn es unbedingt sein muß – auch zum Telefonieren. LTE-Datentarife werden zunächst etwas teurer sein, wer schneller surfen will, muß dafür etwas mehr ausgeben, das Konzept geht auf und die neue Technik, welche die Netzbetreiber aufstellen und ausrollen müssen, kostet auch ein klein wenig.

Sprachtarife werden immer günstiger, „Flatrates“, die sich immer mehr in Minutenpakete verwandeln, werden immer bezahlbarer.

Auch SMS kann man immer öfters „flat“ verschicken (lesen Sie das Kleingedruckte!), die internetaffine Jugend schreibt sich nur noch per „Whatsapp“. Wer einen BlackBerry hat, kann jeden anderen BlackBerry Anwender dieser Welt – egal in welchem Netz – über seine BlackBerry-PIN erreichen und iPhone Anhänger (ab Version 5) verwenden nur noch iMessage untereinander. Die SMS ist zwar nicht tot, aber es ist klar, die golgenden Zeiten sind vorüber. Die Netzbetreiber sind „in Sorge“, weil als reine „Datenpumpstation“ macht das ja alles keinen richtigen Spaß mehr.

Dank EU Roaming-Tarifen wird man in Spanien auch mit der heimischen Karte telefonieren können, nicht gerade super billig, aber mit 30/1 Taktung werden kurze Gespräche richtig günstig. Spezielle Roaming-SIM-Karten haben nach wie vor ihre Berechtigung, wenn man viel durch die Weltgeschichte reist, ich werde eine Karte von FreeTimeTelecom und eine xxSIM dabei haben und das mal ausprobieren.

Die Kosten den mobilen Internets kann mann mit Optionspaketen im Zaum halten.

Spannend wird eine andere ebenfalls mobile Frage: Werden die Mitarbeiter der TMB, dem Netzbetreiber der Busse, Straßenbahnen und der Metro (U-Bahn) in Barcelona wirklich während des Kongresses streiken und den Taxifahrern den ganzen Verkehr aufhalsen? Oder bekommen alle TMB-Fahrer, die nicht streiken, ein nagelneues Smartphone samt Flatrate gestiftet? 🙂

Barcelona als Welthauptstadt des Mobilfunks wird sich sicher etwas einfallen lassen.

Wer weiter nur auf rapid sinkende Preise hofft, sollte sich in einer ruhigen Minute einmal gut überlegen, ob das wirklich so wünschenswert ist.

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