„Unsichere“ epost von der epost?

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Es gibt Dinge, die gibt es nicht.

Was war geschehen: Ich hatte über das Kontaktformular bei epost nachgefragt, ob denn „epost“ auch schon nach dem de-mail-Gesetz zertizifiert sei und falls nicht, ob das geplant sei. Schließlich wird es bei Telekom/T-Online, GMX.de und Web.de mit de-mail bald richtig losgehen.

EPost Pressekonferenz CeBIT 2012

epost Pressekonferenz CeBIT 2012 (Foto Deutsche Post AG)

Heute fand ich auf meinem Handy eine SMS, daß ich eine neue epost hätte.

Ich also eingeloggt und siehe da, da ist eine email von epost (at) deutschepost.epost.de, aúf den Betreff geklickt und… was lese ich da?

Die Nachricht wurde zur besseren Darstellung im E-Postbrief angepasst.

Die Originalnachricht enthält Bestandteile, die im E-POSTBRIEF nicht optimal dargestellt werden können. In seltenen Fällen können diese Nachrichten auch unsichere Komponenten enthalten, die automatisch bereinigt werden. Sie sollten die Originalnachricht deshalb nur öffnen, wenn der Absender für Sie vertrauenswürdig ist. Bitte beachten Sie, dass sich das Layout der Nachricht in seltenen Fällen durch die Darstellungsoptimierung ändern kann.

Mehr stand da nicht.

Ich war erst einmal perplex. Das ist eine offizielle Nachricht von epost und ich darf nicht sicher sein, ob der Absender vertrauenswürdig ist? Ja wozu in aller Welt habe ich mich bei epost überhaupt angemeldet?

Ich habe im Google Chrome Browser geöffnet. Vielleicht war das ein Fehler? Ich habe es mit dem Internet-Explorer 8.0 probiert, der hier unter Windows XP läuft, das gleiche Spiel, daran liegt es also nicht. Ja und nun, was wollte mir die epost mitteilen?

Dann fiel mir die Schaltfläche „PDF-Export“ ins Auge. Diese geklickt und schon wurde ich von Google Chrome gefragt, ob ich den Download als „sicher“ ansehen würde. Ich sagte mal ja.

Die PDF-Datei enthielt dann folgendes:


Ihre Nachricht vom 05.03.2012 – Anliegennummer: 2012/03-xxxxxxx

Sehr geehrter Herr Gajek,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Gerne beantworten wir Ihre Frage, ob der E-POSTBRIEF schon De-Mail zertifiziert ist.

Der E-POSTBRIEF ist ein eigenständiges Produkt und hat mit den De-Mail-Produkten von anderen Anbietern nichts zu tun. Daher ist die Kommunikation zwischen E-POSTBRIEF Nutzern und anderen De-Mail Nutzern nicht möglich.

Zu Ihrer Frage, ab wann wir diesen Dienst anbieten, können wir zur Zeit keine Auskunft geben.
Wenn wir Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnten, freuen wir uns.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Kundenservice BRIEF
Deutsche Post AG
Kundenservice E-POSTBRIEF
Postfach 10 09 51
33509 Bielefeld
Deutschland
Telefon: +49 228 92399329
http://www.epost.de
http://www.twitter.com/epostbrief
http://www.facebook.com/epostbrief

Ihre Nachricht vom 05.03.2012 – Anliegennummer: 2012/03-
xxxxxxx
09.03.2012 14:02:xx
Von:
An: henning gajek…
Deutsche Post DHL – The Mail & Logistics Group
Deutsche Post AG; Sitz Bonn; Registergericht Bonn; HRB 6792
Vorstand: Dr. Frank Appel, Vorsitzender; Ken Allen, Roger Crook, Bruce Edwards, Jürgen
Gerdes, Lawrence Rosen, Walter Scheurle
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann
Seite 2 von 2

Ende der PDF-Datei. (Aktenzeichen wurde von mir aus Datenschutzgründen entfernt)

Ich denke, die Nachricht spricht für sich.

Ach halt, vielleicht noch was interessantes: Es gibt jetzt ein Plugin für Microsoft Word, womit aus Microsoft Word heraus eine epost verschickt werden kann. Download auf der epost-Seite (91 MB .exe Datei) Das Plugin braucht Windows XP (Service-Pack3) oder höher, „Dot.NET“ muß in Version 3.5 und 4.0 installiert sein, XPS Essentials Pack und visual studio ebenfalls (gibts alles kostenlos auf der Micrsoft-Homepage zum Download). Erwartet wird MS Office 2003 oder höher. Man braucht während der Installation um die 200 MB, mehr schadet nie 🙂

Vor dem Download muß die eigene epost-Adresse angegeben werden. Bitte unbedingt beachten, daß es eine getrennte Version für Privatkunden und eine für Geschäftskunden gibt.

Muß ich gelegentlich mal ausprobieren.

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5 Antworten to “„Unsichere“ epost von der epost?”

  1. idet Says:

    Oh mein Gott …. das ist doch alles viel viel viel zu kompliziert.

    Warum hat apple noch einmal so viel Erfolg? Sicher nicht weil man tausend Sachen installieren muss …

    Wieder eine Totgeburt mehr.

  2. M. Maetsch Says:

    Ja, das spricht für sich. Ein völlig sinnloses servicefeindliches Produkt zum Rumärgern. Vorteil für Privatnutzer: keine. Nachteil für die Nutzer: Verpflichtung zum Lesen innerhalb von 3 Tagen.

    Also damit Firmen mir quasi Billigeinschreiben senden können, die u.U. nachteilige rechtliche Wirkungen für mich haben, muss ich mir so einen Mist nicht ans Bein binden. Einschreiben enthalten nahezu nie gute Nachrichten. Der Absender will damit den Empfang quittiert haben – für mich nur nachteilig.

    Ich habe nur noch eine Frage: Wie kann ich den Mist schnellstmöglich kündigen???

  3. “Unsichere” epost von der epost? | Brückenschlag: Papierpost - digitale Post - Social Media | Scoop.it Says:

    […] background-position: 50% 0px; background-color:#222222; background-repeat : no-repeat; } hrgajek.wordpress.com – Today, 6:45 […]

  4. Hermann Says:

    Ich habe mich auch vor etwa einem Jahr für die EPost registrieren lassen. Die Crux ist, dass kein Empfänger meine Schreiben ohne Unterschrift anerkennen will.

    Somit benutze ich nur das Fax von EPost. Das kostet nichts,ich habe ein Versandtprotokoll, und man kann Anhänge verschicken. Das finde ich super.

  5. birgitta Says:

    Meine Erfahrung mit Epost:
    Bei Briefverschickung: wird die Möglichkeit „Postfach“ zwar angezeigt, aber es funktioniert nicht. Das wurde mir auch vom Epostservice im nachinein bestätigt.
    Mail funktioniert auch noch nicht ! „Man habe größere Probleme wie anfangs gedacht….“ Ähm….
    Also, in anderen EU – Ländern (z.B.: Finnland) funktioniert es einwandfrei, nur hier bekommt man es mal wieder nicht hin. Und das stärkste Stück ? Man bietet etwas an, was nicht funktioniert und man es eigentlich weiß (ich habe bereits mein Guthaben aufgeladen – kann es aber nicht nutzen !). Das ist ja so als ob eine Firma einen neuen Waschmaschinentyp verkauft und später, nach Mitteilung des nicht- funktionieren, sagt: „Ja, das wissen wir. Der Motor kommt später… die Probleme sind größer als anfänglich gedacht….“ >_<

    Und zu dem, dass Empfänger es ohne Unterschrift nicht anerkennen wollen: Ach ja ? Mittlerweile bekommen wir doch auch alles OHNE Unterschrift. Mit dem Vermerk "Da dieser Brief maschinell…" Entweder gilt das für alle oder keinen. Diesen Vermerk werde ich auch übernehmen. Solange es Epost nicht hinbekommt, sowieso 😉

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