Vorschlag für mehr Klarheit bei Sonderrufnummern (Update)

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Die Verbraucher sind verwirrt: Vorwahlen wie 013, 018, 019, 031, 032, 0700, 0800, 0900 – Wofür soll das alles gut sein? Und dann noch neue Rufnummern wie 115, 116, 118 ? Sind diese Nummern denn teuer?

Das neue Telekommunikationsgesetz ist immer noch nicht in Kraft. Schon im September 2010 hatte ich einen Vorschlag zur radikalen Vereinfachung der Sondernummern gemacht. Die Resonanz war gering und wenn dann eher von Nutzerseite, die Anbieter halten sich zurück. Inzwischen hat sich ein bischen was getan.

Analoge Telefonzelle der Deutschen Bundespost Telekom Quelle de.wikipedia.org

Analoge Telefonzelle der Deutschen Bundespost Telekom Quelle de.wikipedia.org

Hier meine aktualisierten Vorschläge zur radikalen Vereinfachung.

1. Bei Verbindungen vom Handy oder vom Festnetz zu allen Arten von „Sonderrufnummern“ darf es preislich keine Unterschiede mehr geben.

2. Künftig darf es nur noch 3 Arten von nicht geografischen Rufnummern geben.

1.1. 0700 (0701) Persönliche und nichtgeografische Rufnummern

1.2. 0800 – Für den Anrufer kostenfrei erreichbar

1.3. 0900 (0901) – Mehrwertnummern mit erhöhten Kosten für den Anrufer

2. Alle anderen Sondervorwahlen entfallen (werden abgeschaltet) oder werden auf neue Vorwahlen verlegt.

2.1 Die Vorwahlen 013, 018, 019 werden gestrichen und komplett abgeschaltet.

2.2. Die Auskunftsnummern 118xx(x) werden nach 090x-118xxxx verlegt.

2.3. Soziale Nummern mit der Vorwahl 116xxx sollen nach 0800-116xxx verlegt werden.

2.4. die Behörden-Rufnummer 115 soll nach 0700-115xxxx, 0701-115xxxx oder 0800-115xxxx verlegt werden.

3. Die Einzelheiten

012 (innovative Dienste)

Die Vorwahl 012 (innovative Dienste) wurde bereits komplett abgeschaltet, denn innovativ war den den Diensten nichts. Neben Sprach und Faxmailboxen wurden vor allen Dingen versteckte Mehrwertdienste (hilflose überteuerte Hotlines und Chatlines) geschaltet. Die Bundesnetzagentur hat die komplette Abschaltung der 012 durchgesetzt. Richtig so.

0137, 0138 MABEZ Ziele

MABEZ = MassenAnrufe zu Bestimmten Einzel Zielen

Gedacht waren diese Vorwahlen für Gewinnspiele von Radio oder Fernsehsendern mit extrem hohem Anrufaufkommen. Es wird heute überwiegend 0137 verwendet, es gibt aber auch noch Rufnummern unter der Vorwahl 0138, die aus historischen Gründen noch aktiv sind.

Die Erfahrung zeigt, daß unter 0137/0138 nahezu ausschließlich Mehrwertdienste erbracht werden, wobei der Rufnummerninhaber (oder ein Dritter) durch eingehende Anrufe auf dieser Nummer Einnahmen erzielt. Dafür existiert bereits die Vorwahl 0900 (0901) und es besteht somit kein Grund eine neue weitere kostbare Vorwahlen zu opfern.

Wo es um die schlichte Erreichbarkeit für Radio-,TV-Sender etc. geht, kann auch 0700 oder 0800 oder eine reguläre Ortsrufnummer verwendet werden.

018 (VPN und Shared Cost-Rufnummern)

0180 ist die Vorwahl für „geteilte“ (shared) Kosten Dienste, doch geteilt wird da quasi nichts mehr. Einzig 01802 mit 6 Cent pro Anruf und 01804 mit 24 Cent pro Anruf sind ein wenig bekannter fairer Deal, der aber im Mobilfunk bislang nicht gilt. Warum nicht?

Die Lösung: Verlagerung nach 0700, 0800 oder 0900 und gut ist.

0181…0189 sind Vorwahlen für virtuelle private Netze, die eigene bundesweite Vorwahl für die Firma haben wollten. Erstaunlicherweise sind diese Vorwahlen fast unbemerkt aus allen Netzen freigeschaltet worden, aber bei Verbrauchern stiften sie nur Verwirrung, weil die Anrufpreise fast nicht erfahrbar sind. Deswegen Rückverlegung zu normalen Rufnummern im bundesweiten Festnetz oder unter der Gasse 0700 oder 0701. Dort ist genug Platz. Preislich dürfen dann nur Festnetz-Standardpreise zulässig sein. Soll es kostenlos sein, steht die Vorwahl 0800 zur Verfügung. Fertig.

Wer unbedingt „Mehrwertdienste“ bieten will, soll 0900 verwenden.

Die Vorwahl 01888 (ehemaliges Regierungsnetz Informationsverbund Bonn – Berlin) wird nicht mehr verwendet, aber die Vorwahl ist noch erreichbar und die Hinweisansage wird sogar tarifiert! (z.B. von Vodafone CallYa für nur 71 Cent Taktung 60/60). Warum?

019

0191..0194 Diese Vorwahlen wurden bisher für die analoge Modem Einwahl (Internet by Call) genutzt. Die Nutzungszahlen sind rückläufig.

Sogenannte „Dialer“ (zur erhöhten Abrechnung von Nutzungspreisen und Dienstleistungen) wurden von 019x bereits hinter die Vorwahl 09009 verschoben. Mit Öffnung der Vorwahl 0901 könnte die Modem-Einwahl auf 09019 gelegt werden, wobei bei der Erstweinahl entweder eine Internet-Web-Seite vorgeschaltet werden muß, wo die verlangten Tarife erkenntlich und nach dem Bestätigen mittels Button verbindlich sind oder ein Preislimit von 10 Cent von Minute und eine Verbindungsdauer von maximal einer Stunde vorgeschrieben wird, um unseriösen Anbietern einen wirksamen Riegel vorschieben zu können.

Die Vorwahlen 0198 und 0199 sind von normalen Telefonkunden nicht erreichbar und dienen nur netztechnischen Zwecken (Routing), brauchen also nicht deswegen angefasst werden.

Vorwahlen 02 – 09 – Ortsnetzrufnummern mit Vorwahl.

Alle Teilnehmer-Netzbereiber (sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk) müssen völlig netzneutral und diskriminierungsfrei zu allen existierenden Festnetzrufnummern verbinden, egal, welche Dienstleistungen dahinter angeboten werden (z.B. Call-Throughdienste, Chat-Lines). Belastet so ein Dienst das Netz nachweislich zu stark, muß der betroffene Netzbetreiber dem Anbieter und allen potentiellen Nutzern der Rufnummer das rechtzeitig vorher mitteilen. Gemeinsam muss dann eine Lösung gefunden werden. Eine Sperrung bestimmter Rufnummern darf nur zeitweise (bis zur Beseitigung der Überlastprobleme) und nur nach Rücksprache und Genehmigung der Bundesnetzagentur und unter Ansage einer Ersatzrufnummer erfolgen. Sondertarifierungen sind nur nach Genehmigung durch die Bundesnetzagentur und durch Schaltung einer Tarifansage und rechtzeitige Veröffentlichung im Internet und im Amtsblatt der BNetzA zulässig.

Ausnahmen im Bereich 02xxx-09…

031 Netzbetreiber-Preselection-Test

Nach der Trennung von Call by Call bzw. Preselection im Orts und Fernbereich, wurden im Festnetz zwei kostenlose Prüfnummern geschaltet:

0310 sagt an, über welches Verbindungsnetz die Ferngespräche geführt werden.

0311 sagt an, über welches Verbindungsnetz die Orstgespräche geführt werden.

Hier wäre eine Vorwahl wie 0800 sinnvoller, weil diese Dienste kostenlos sind.

032 NTR (Nicht geografische Teilnehmer-Rufnummern)

Für VoIP und andere nicht ortsbezogene Rufnummern wurde die Vorwahl 032 willkürlich ausgewählt, da sie nach der Wiedervereinigung zufällig „frei“ verfügbar war. Erst langsam hat sich durchgesetzt, daß 032-Rufnummern zum Festnetz-Preis oder als Bestandteil von Flatrates tarifiert werden, im Mobilfunk ist das noch lange nicht der Fall. Eine Verlegung der 032-Rufnummern nach 0700, 0701 wäre mehr als sinnvoll.

Vorwahl 0500 – Geplante Alternative zu MABEZ – hier bitte NICHT!

Hintergrund: Die Vorwahl 0500 wurde als Alternative zu 0137/0138 diskutiert.

Die Erfahrung zeigt, daß unter 0137/0138 nahezu ausschließlich Mehrwertdienste erbracht werden, wobei der Rufnummerninhaber (oder ein Dritter) durch eingehende Anrufe auf dieser Nummer Einnahmen erzielt. Dafür existiert bereits die Vorwahl 0900 und es besteht somit kein Grund eine neue weitere kostbare Vorwahl zu opfern.

Wo es um die schlichte Erreichbarkeit für Radio-,TV-Sender etc. geht, kann auch 0700 oder 0800 verwendet werden.

0700, 0701 = Persönliche Rufnummern (NTR)

Diese Nummern sind geografisch nicht terminiert und sollen künftig maximal mit dem Preis einer regulären Festnetzverbindung (Fernzone) tarifiert werden. Bislang fristet die Vorwahl 0700 ein Schattendasein, wegen kaum verständlicher bis stark überhöhter Anruftarife zu 0700, besonders von Handys.

0701 – Erweiterung für 0700

0701 – könnte bei Nummernknappheit die neue Vorwahl für ehemalige 018x und 032 Rufnummern werden. Anrufer bezahlen den normalen Festnetzpreis (maximal Tarifzone Fern), eine Auszahlung an den Angerufenen erfolgt NICHT.
Bei der Portierung sollten die Folgeziffern nach der bisherigen 018-Vorwahlen übernommen werden. (Das vereinfacht die Umstellung und Merkbarkeit von Nummern.)
Konkret: Viele Rufnummer könnten in einem Rutsch verschoben werden, aus 01805xxx würde dann 070105xxx aus 0181xxx würde dann 07011xxx aus 0185xxx würde 07015xxx, sofern die Inhaber nicht eine komplett neue Rufnummer oder Vorwahl auswählen möchten.
Aus 032xxx würde automatisch 07012xxx werden.
Da 01802 ein besonderes Tarifierungsmodell darstellt (einmaliger Preis pro Anruf) würden diese Rufnummern künftig unter den Bereich 0901 fallen.

Wenn Anbieter eine Auszahlung benötigen, können sie auf die Vorwahlen 090x ausweichen.

0800 – Anrufe – sind für den Anrufer aus allen Netzen kostenlos.
Beim Interconnect-Regime ist darauf zu achten, daß die Verbindungen zu 0800 aus Mobilfunknetzen nicht unverhältnismäßig höher als aus Festnetzen berechnet werden.
Falls der Inhaber einer 0800 Rufnummer nicht aus allen Regionen oder Netzen erreichbar sein will, muß eine eindeutige Ansage diese Umstand ankündigen. Die Ansage eines kostenpflichtigen Ersatzzieles ist zulässig, eine automatische für den Anrufer kostenpflichtige Weitervermittlung nicht.

0900 – Mehrwert-Rufnummern

Immer wieder wird gefordert, daß einfache „Mehrwert“Rufnummern notwendig seien, die

a) kostengünstig

und b) zu vor dem Anruf klar festgelegten Kosten

erreichbar sein sollen.

Dies kann durch zusätzliche Nutzung der Vorwahl 0901 und der Preisangabe über einer Folgeziffer der Fall sein.

0901 – Vorher wissen, was es kostet

Neu: 09011 steht für einmalige Kosten pro Anruf (deswegen die Zahl 1), es folgt die Preisangabe in 10 Cent Schritten wie folgt:

0901-1-1 einmalig 10 Cent / Anruf

0901-1-9 einmalig 90 Cent/Anruf.

09012 steht für vorab festgelegte Kosten pro Verbindungsminute

z.B. 0901-2-1 würde dann 10 Cent / Minute kosten,


bis 0901-2-9 mit 90 Cent/Minute

Vor Aufbau der Verbindung wird die kostenlose Tarifansage beibehalten.

Dienste, die teurer als 90 Cent/Anruf oder pro Minute sein sollen, werden weiterhin unter 0900 realisiert.

Kunden, die sich vor unerwartet hohen Kosten schützen möchten, müssen von ihrem TNB kostenfreie Sperrfunktionen für die Vorwahlen 0900 und 0901 (und zwar einzeln nach Vorwahl) angeboten bekommen.

Die Vorwahlen 018x werden komplett abgeschafft, das beinhaltet auch VPN-Vorwahlen.

Der Gedanke der Shared-Cost-Rufnummern ist schon längst keine Realität mehr.
0180x Rufnummern sind aus dem Mobilfunk zu völlig ungerechtfertigten Kosten zu erreichen
Mit der Überführung auf 070x 0800 oder 090x wird diese Unterscheidung wegfallen.

01801 Rufnummern werden mit allen Folgeziffern nach 0701-01 verlagert.

01802 Rufnummern würden nach 090111 verlagert: (Preis 10 Cent/Anruf)
01804 Rufnummern werden nach 090113 verlagert: (Preis 30 Cent/Anruf)

01803, 01805 werden wahlweise nach 070103, 070105 (ohne Auszahlung) oder 0900, 0901 (mit Auszahlung) verlagert.

Die Einführung von 0181…0189 (VPN) hat zur schleichenden Nutzung als Mehrwertrufnummer geführt, deren Kosten nur schwer vorab zu ermitteln sind. Die Tarifierung erfolgt allein durch den VPN-Betreiber, es fehlen Preisansagen, eine Kontrolle durch die BNetzA bisher nicht spür- oder sichtbar.

Künftig können VPNs unter 070x realisert werden, dabei darf die Tarifierung den Preis für eine Fernverbindung im Fesnetz nicht überschreiten, auch nicht aus dem Mobilfunk. Eine Auszahlung von ankommenden Entgelten an den Anschlussinhaber ist unzulässig. Ist eine Auszahlung fuer den Anbieter erforderlich, steht 090x zur Verfuegung. Darüber ist es schon heute möglich, die VPNs großer Unternehmen über eine ortsgebundene lokale Einwahl (wo das Unternehmen eine Außenstelle hat) zu erreichen.

115 Behörden-Rufnummer 115

Unter der 115 war zu DDR-Zeiten die „schnelle medizinische Hilfe“ erreichbar, heute ist teilweise bereits der neue Behördenservice erreichbar, wo zu allen Fragen nach Zuständigkeiten eine Antwort gegeben werden soll. Anrufe zu 115 werden inzwischen zu normalen Festnetzpreisen berechnet (auch im Mobilfunk ?) , sind aber „nicht geografische“ Rufnummern und damit gehören sie künftig nach 0700/0701, wenn sie etwas kosten sollen oder nach 0800-115xxxx wenn sie kostenfrei sein kann. Das ist klar und eindeutig.

116xxx Soziale Nummern

Kein Mensch hat verstanden, was an der „Vorwahl“ 116 besonders sein soll. Es sind soziale Rufnummern, die kostenfrei erreichbar sein sollen. Dann sollen sie die kostenfreie Vorwahl 0800 bekommn. Klar und eindeutig.

118xx Auskunftsnummern

Die Verwechslungsgefahr mit Ortsrufnummern durch nicht so erfahrene Telefonnutzer (Kinder, Senioren, Migranten, Touristen mit geringen Sprach- oder Technik-Kenntnissen) ist extrem hoch. Die Gefahr von „Verwählern“ durchaus gegeben, der Schaden beträchtlich.

Die Zahl der echten Auskunftsdienste ist geschrumpft, es gibt nur noch eine Handvoll echter Anbieter. Nahezu alle Auskunftsdiente berechnen heute um 2 Euro pro Minute plus Zuschläge. Das ist eindeutig ein Premium-Dienst, wofür die Vorwahl 0900 ausreicht. Aufgrund der hohen Kosten ging die Zahl der Anrufer zu Auskunftsdiensten schon jetzt extrem zurück.

Für alle Nummern gilt:

Neben der Übergangszeit (1 Jahr mit einer Hinweisansage zur neuen Rufnummer sollte ausreichen) sind keinerlei Nebenwirkungen zu befürchten, im Gegenteil, der Nummernraum wird einfacher und die Anbieter haben mehr Rechtssicherheit, die Verbraucher wissen, was auf sie zu kommt.

Auch die Anbieter von Waren und Dienstleitungen werden schnell merken, daß die Zahl der Anrufer steigt, wenn genau bekannt ist, um welche Dienste und Kosten bei den verschiedenen Vorwahlen es geht.

Soweit meine Vorschläge.

Meinungen?

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14 Antworten to “Vorschlag für mehr Klarheit bei Sonderrufnummern (Update)”

  1. Michael Glaser Says:

    Perfekt, so müsste es schon seit Jahren sein!
    Alles andere ist für Otto-Normalverbraucher Verwirrung stiftend oder – auch durch Irrglauben – Abzocke.

    Ich merke das in meinem Beruf jeden Tag, dass mind. 70 % der Bürger keinerlei Ahnung von Vorwahlen und deren Kosten hat …

    Würden die sonst mit dem Handy Servicerufnummer anwählen?
    Wer ist sonst scheinbar so wahnsinnig und spricht für 42 Cent/Min. bis zu 30 Min. mit einer 01805-er Hotline?
    Jeden Monat nach Erhalt der Rechnung: Wut und Verzweiflung …

    Ich persönlich rufe niemals Servicenummern zu solchen Preisen an.
    Und wenn man Kaufentscheidungen auch von der Servicenummer einer Firma abhängig macht, wird der Servicefall auch billiger. Es gibt immer mehr seriöse Firmen mit Festnetznummer und alternativ gibt es E-Mail.

  2. Sascha Brueckner Says:

    Hallo,

    toller Artikel.
    Eines wurde ja schon geändert. 115 wird nun wie eine geografische Nummer behandelt. Kann mit und ohne Orstvorwahl gewählt werden und kostet auch wie die Gespräch zur entsprechenden Ortsvorwahl.

    Warum 0180 und 0900 vom Mobilfunk so viel anderst tarifiert werden, finde ich auch schlimm. Einiges wäre heute schon ganz einfach zu realisieren.

    Grüsse Sascha
    TELEflash

  3. stefsch Says:

    Zitat:“Schon im September 2010 hatte ich einen Vorschlag zur radikalen Vereinfachung der Sondernummern gemacht. Die Resonanz war gering und wenn dann eher von Nutzerseite, die Anbieter halten sich zurück.“
    Welchen Anbietern oder wem „in der Politik“ hast du diese Vorschläge schon mal unterbreitet? Die Vorschläge würden viel zur Entkriminalisierung des Telefonsektors beitragen! Aber bitte nicht gleich wieder 032 abschaffen, viele wurden mit ihren Internetnummern oder Faxnummern schon mehrfach „Zwangsmigriert“ 😦

    stefsch

    • hrgajek Says:

      Hallo,

      kennen müßten den Vorschläge sicher alle „Beteiligten“, die Resonanz ist wie gesagt, zurückhaltend. Im Moment „kämpft“ die Branche gegen die kostenlosen Hotlines, die m.E. ein Nebenkriegsschauplatz sind. Bei 700, 800, 900 wäre das gar kein Problem, wer 900 anruft, weiß warum und die Branche würde lernen, daß sie das ganze Problem elegant mit 0800 und Standard-Festnetztarif-nummern (nach meinem modell 0700) erschlagen könnte. Einige Firmen sind bereits von 0180x zu regulären Festnetznummern umgeschwenkt.

      Wenn 032 aus allen Netzen zum regulären Festnetzpreis erreichbar wäre, soll es meinetwegen dort bleiben, aber vielleicht sollte die BNetzA keine neuen Nummern mehr freigeben.

      • stefsch Says:

        Da das Thema so interessant/wichtig ist muss ich nochmal ein paar Anmerkungen machen:
        Der Kahlschlag unter 11x ist mir zu radikal. Alle Nummern/Dienste die von öffentlicher Bedeutung sind und maximal den jeweiligen Festnetzpreis kosten sollten so bleiben. Wer wollte schon eine 0800-112 haben 😉
        Auch 115 und 116xyz können sehr sinnvoll sein, besonders wenn sie auch (optional) mit Orts- und/oder Landesvorwahl weltweit erreichbar sind. 118xyz gehört (weil gewinnorientiert) dann sinngemäß unter 090x. Abgesehen davon ist doch 11x europaweit „einheitlich“ in die Nummernpläne implementiert und nicht einfach aus der (europäischen) Welt zu schaffen, oder?
        Zum Thema unkalkulierbare Anrufkosten müsste der Artikel über Sonderrufnummern auch die „unter-sechs-stelligen“ Handynetzkurzwahlen/SMS-Nummern erwähnen, die auch „in Richtung“ 090x gehören. Dürfen die Handynetzbetreiber eigentlich eigene Nummernkreise „öffnen“ ohne das die Netzagentur etwas dazu sagt?

  4. PerCent Says:

    Hallo,

    also ich finde deinen Vorschlag ehrlich gesagt nicht gut. Was du machst ist eigentlich das Problem nur zu verlagern. Du meinst es sicherlich gut und die Idee an sich ist auch nicht schlecht. Du sagst es würde dann sich vereinfachen, die Leute müssten sich nicht mehr fragen was kostet nun was etc. Aber eigentlich verschlimmmert sich die Lage dadurch. Nun müssen sich die Leute nicht mehr Fragen wie Teuer jetzt ne 0137 Nummer oder ne 0180er oder auch ne 0900er ist. Nun müssen sie dann sich Fragen: Was kostet jetzt eine 019011er oder ne 019012er etc?

    Ein großes Problem ist zum Teils auch VOIP Anbieter die diese 0900er Nummern sperren, also nicht anzurufen sind wie bei Sipgate oder bei Mobilfunkanbieter wie 1&1.

    Im Endeffekt denke ich das du es mit deinem Verlagerungs/Verschiebe Vorschlag etwas übertreiben tust. Es wäre NOCH VIEL einfacher zu regeln:

    Dein Vorschlag für 0700 und 0800 übernehme ich soweit komplett nur bei 0900 würde ich sagen KEINE untergruppen mehr, sondern einfach Anbieten egal welche Nummer und vorher eine Tarifansage machen was der Anruf pro Minute oder Telefonat kostet.

    Dann hätte man das ganze Problem gelöst mit Unterkategorien etc Denn im Endeffekt hätte man nur wieder ganze haufen Nummern Blöcke wo die Leute sich fragen was kostet das ganze nun wieder.

    Wäre halt mein Vorschlag

  5. DC5UN Ralph Says:

    Moin Henning, Moin allerseits,
    die Vorschlägen finde ich schon seit längerem sehr gut
    mit der Ausnahme, dass ich mir wünsche, dass
    alle Rufnummerngruppen, welche „Mehrkosten“ verursachen können, sich generell ausserhalb der Vorwahlnummern-Rahmen von 02 – 09 befinden sollten.

    Es ist schon jetzt schwierig, die 070x, 090x aus den Ortsvorwahlen herauszufuddeln und zu sperren.

    Bei Firmen mit 070x, 090x- und 0180x-Nummern kaufe ich sowieso nichts, das ist bei mir Haupt-Entscheidungskriterium.

    • hrgajek Says:

      Hallo,

      eine Firma mit der Telefonnummer 0906 ist ungefährlich, sie hat ihren Sitz in Donauwörth (Bayern) 🙂

      Es wäre an der Zeit den Preis für 0700 auf normales Festnetzniveau zu senken und diese Nummern in etwaige Flatrates einzubinden.

  6. stefsch Says:

    Folgendes „Nummerierungskonzept“ http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Sachgebiete/Telekommunikation/Regulierung/Nummernverwaltung/Nummerierungskonzept/Nummerierungskonzept2011pdf.pdf?__blob=publicationFile habe ich bei der BNetzA gefunden. Aus dem Text kann man herauslesen, bei welchen Nummernkreisen „die Messe schon gelesen ist“. Aufgrund von ITU- oder EU-Vorschlägen müssen wir wohl mit einigen „merkwürdigen“ Vorwahlen weiterleben, aber z. B. bei 0500 besteht noch Hoffnung. Durch umfangreiche Nutzung von 032 u.a. durch die 1&1-Migration liegt diese Vorwahl in der „Beliebtheit“ wohl vor 0700. Ich könnte mit beiden parallel leben. 032 „von der Stange“ für die Normalsterblichen, 0700 für die „Eitlen“ als Vanity-Nummer 😉
    Auch das Handynetz-Kurzwahl-Problem ist dort erkannt und wird erörtert.

    stefsch

  7. Nächtlicher Spuk… eine Portierung klappt reibungslos « hrgajek.de – Henning Gajek's Blog Says:

    […] das hat sich die Branche aber selbst eingebrockt, denn mit meinem 0700-0800-0900 Konzept ließe sich das ganz einfach lösen. Teilen Sie dies mit:FacebookTwitterE-MailDruckenGefällt […]

  8. visionhelp Says:

    00:00:46, 0176 88855282 GT Mobilfunk O2 Germany 0,1849, aus Festnetz, OHNE Kosten-Ansage !

    seit der allgemeinen privatisierungs-welle gestaltet kapital-sicherung in unternehmen der freien wirtschaft eine wegelagerei, die an mittelalter ´erinnert´, weil – und das muß der kick sein – kapital-sicherung alleine . . . no: (der kick ist der) profit.

    unverständlich, unübersichtlich, unvergleichbar ist ein KONZEPT.
    preisabsprachen müssen nicht mehr sein, man orientiert sich am markt.

    demokratische menschenwürde bei versorgung des lebens-notwendigen über eine freie wirtschaft mit provinz-denken – auch in politik – funktioniert so nicht mehr, weil die kapital-sicherung über weiteren kapital-zuwachs erst so richtig wieder spaß bringt.
    der staat profitiert über die mehr-einnahmen – ohne real-wachstum, weil nur kosten-wachstum – gleich mit . . .

    (sorry für doppelt; ich weiß nicht wo besser)

    • hrgajek Says:

      Hallo,

      Der Anruf der 0176 888 Nummern ist von original o2 Laufzeitverträgen kostenfrei (von Prepaid oder Service-Providern u.U. nicht erreichbar, also auch keine Kosten)
      Der Anruf der 0176 888 Nummern aus fremden Netzen kostet ein normales Mobilfunkgespräch ins Netz von o2.
      Da ist gar nichts mystisches dabei.

  9. visionhelp Says:

    also: aus NORMALEM festnetz in´s o2-netz die kosten eines handy-tarifs tragen zu müssen, ohne ansage über die kosten, ist selbst-verständlich FREI von jeder mystik . . .

    ABER auch frei von jeder NORMALITÄT.
    (ich bitte um entschuldigung)

  10. visionhelp Says:

    was ich sagen will:
    vereinfachung dieser rufnummern ist nicht gewünscht, nicht von der FREIEN wirtschaft, und nicht von POLITIK – der staats-verwaltung – , wegen der PRIVATISIERUNG und der damit mehr-einnahmen und den mehr zur verfügung stehenden pöstchen in aufsichts-räten.

    in KEINER GESUNDEN erziehung gibt es das konzept des konkurrenz-denkens.

    in der erziehung des MÜNDIGEN staats-bürgers -mittels der konnkurrenz der Privatisierungen – SCHON.
    jedes gesetz zum zusammen-leben ist gestaltete erziehung, des staats-bürgers.

    vereinfachung der un-einsehbaren profit-konzepte ist damit also nicht erwünscht . . .

    das wäre ja wieder gelebte menschenwürde, die des staats-bürgers, und bringt keine gewinne . . .

    (nachfragen: gerne.)

    Gruß.

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