Ich habe einen Trend verpennt.

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Schauen Sie mal, ein Schnappschuss aus Luzern:

Luzern im Frühjahr 2013

Luzern im Frühjahr 2013


Als ich dieser Tage Luzern besuchte, war die bekannte Touristenhochburg gut belegt. Luzern ist für den einen in seiner Europe-in-24-hours Reise ein kurzer Stopp, für den anderen ein gigantisches Fotomotiv. Die berühmte Kapellbrücke beherbergt an einem Tag wohl mehr Fotoapparate als andere Dörfer Einwohner haben. Die Alpen, die im Hintergrund immer wieder zu sehen sind, bilden ein wunderschönes Panorama zur herrlichen Altstadt.

Doch da scheint es einen Trend zu geben, den ich nicht nachvollziehen kann. Der erste war, dass einfache Fotoapparate durch Smartphones ersetzt werden. Meine persönliche Meinung dazu: wer nicht die höchste Bildqualität braucht, Schärfentiefe und ähnliches keine Rolle spielt und abends die Bilder rauschen dürfen, der fährt gut damit. Für die Erinnerungsfotos an sonnigen Tagen sind die Geräte gut geeignet. Warum ein Apparat mitschleppen, wenn das Handy es eingebaut hat?

Mir scheint es so, als gäbe es nun jedoch einen neuen Trend. Fotos werden mit den Tablets gemacht. Schauen Sie sich das Bild oben genauer an: die Dame hält ein Tablet in der Hand – und sie war nicht die einzige. Doch das verstehe ich jetzt nicht. Wieso fotografieren Touristen mit den Tablets? Das ist nicht nur sperrig, es ist ja keineswegs besser als das Smartphone. Vielleicht haben die Leute so den Guide und die Fotos an einem Platz, vielleicht habe ich aber auch nur einen Trend verschlafen.

Wie sieht es mit Ihnen aus? Ist Ihr Tablet ihr neuer Fotoapparat?

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10 Antworten to “Ich habe einen Trend verpennt.”

  1. Christian Kaupert Says:

    Es ist also was Neues – und die Leute können den Rachen nicht vollkriegen – koste es, was es wolle

  2. Rainer Says:

    Ich wüsste eh nicht warum ich privat mit einem Tablet durch die Gegend laufen sollte. Ist mir alles zu sperrig und allgemein zu blöd. Gut, wenn man im Urlaub abends im Hotel etwas surfen will, warum nicht. Da bevorzuge ich aber ein Netbook, weil ich blind mit 10 Fingern schreibe und Tasten brauche. Zum Fotografieren bevorzuge ich ein Fotoapparat, mein Handy hat auch gar keine Kamera, ich bevorzuge die Modelle für 19 bis 29 EUR. Das Handy ist aber auch nur manchmal an. Warum? Weil ich es mir leisten kann … 🙂 Früher war es ein Luxus wenn man es sich leisten konnte immer erreichbar zu sein, heute ist es umgekehrt.

  3. Michael Glaser Says:

    Diesen Trend sollte man auch besser verschlafen!
    Für die etwa 400-800 EUR, welche die meisten Apfel-Jünger für ein Tablet ausgeben, könnten sie mit einer richtig guten Systemkamera sooo schöne Erinnerungsfotos machen – das haben die total verpennt! 🙂
    Mit denen habe ich kein Mitleid! 🙂

    Einen Vorteil hat es aber, wenn die durch die Gegend rennen und ungefragt alles fotografieren (auch in Frankfurt am Main in Palmengarten):
    Die Auflösung dieser Möchtegernfotoapparatsein-Bretter ist so grottig schlecht, dass man vermutlich nicht wiedererkennbar abgelichtet wird, außer man ist eh direkt vorm „Äppler“ und kann ihm sagen, was „Recht am Bild“ bedeutet und dass er das löschen soll. 🙂

  4. Martin Klein Says:

    Ich schätze ‚mal, das sind Leute, die kein Smartfone haben, ihr Tablet sowieso mit in den Urlaub nehmen und es nett finden, die Fotos direkt in Groß angucken zu können – verglichen mit dem Tablet ist das Display einer normalen Digitalkamera ja winzig…
    (Wie Berlin-Mitte-Hipster, für die ein Leben ohne Smartfone sinnlos erscheint, wirken die Menschen auf deinem Foto nicht gerade!)

    • Christian Kaupert Says:

      Lieber Martin, was sind das doch für bemitleidenswerte Menschen, die weder Smartphon, iPhon oderTablet haben.Sie gurken mit einem schnöden Fotoapparat herum, vielleicht sogar einem, bei dem man noch tagelang warten muss, bis die Abzüge da sind. Welch schrecklicher Gedanke, wenn die dann warten müssen, bis sie Bildchen gucken können. Und die Kinderlein erst, wenn die sowas auch nicht haben. Der Gedanke daran schauert mich :-))

  5. Christian Kaupert Says:

    Ich beobachtet in Blankenheim zwei ca. 14 Jahre alte Mädchen auf einer Parkbank sitzend, Beide telefonierten sie mit ihren Handys. Ich stellte verblüfft fest, dass die beiden miteinander telefonierten, obwohl sie etwa 1,5 m nebeneinander saßen. Das sagt wohl alles über die „Handy-Manie“…Ganz zu schweigen von dem anderen Schnickschnack……

    • Rainer Says:

      Was soll man denn machen wenn man eine Flatrate angedreht bekommen hat, die muss dann auch genutzt werden. Da kann ich mir allerdings bessere Anwendungen vorstellen. Man steht im Supermarkt in der Warteschlange (Wurst-Theke, Kasse, wie auch immer). Dann ruft man einfach im Supermarkt an und fragt nach dieversen Artikeln und bittet darum diese zur Theke oder Kasse zu bringen, weil man da ja wartet. So kann man dank Flatrate dann in der Warteschlange stehen und gleichzeitig weiter einkaufen. Wobei das auch ohne Flatrate geht … 🙂

      • Christian Kaupert Says:

        Lieber Rainer, dat is’n heißer Tipp:! Wenn ich auf`m Klo im Kaufhof sitze und dort das Toilettenpapier ausgegangen ist, rufe ich mit meinem Handy den Notdienst an, er möge mir eine Rolle Klopapier bringen 🙂

  6. Sven Petersen Says:

    Ich vermute auch, dass es sich eher um Leute handelt, die sonst keinen Apparat mitbrächten, aber jetzt die Gelegenheit nutzen, weil sie ein Tablet dabeihaben. Albern, aber wenn es ihnen gefällt…

  7. Peter Geher Says:

    Ich hab eh immer mein olles Galaxy Tab 7″ dabei (das erste). Und das macht wirklich gute Fotos. Wenn ich allerdings auf Fotosafari gehe, schleppe ich schon meine DSLR mit.

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