Liebe Menschen,
am 23.2.2025 ist in Deutschland eine Bundestagswahl, die früher als geplant stattfindet, weil sich eine mit viel Hoffnung gestartete Fortschritts-Koalition nicht mehr einigen konnte oder besser formuliert nicht mehr einigen wollte. Dadurch sind viele, sehr wichtige Vorhaben liegen geblieben und sehr viele Menschen da draußen sind ziemlich frustriert oder enttäuscht.
Partei nur für Bio-Deutsche?
Nun versprechen uns adrette Damen und Herren auf Plakaten, im TV oder im Hinterzimmer, dass sich alle Probleme über Nacht lösen lassen, wenn wir unsere Grenzen (4000 km lang) sofort schließen und am besten gar niemand mehr ins Land reinlassen, der nicht blond ist, Müller oder Meier heißt und auf eine 300 jährige Vergangenheit hier im Land lückenlos nachweisen kann. Sind Sie / bist Du auch darunter?
Grenzen schließen und dann?
Wollen wir künftig auf der Fahrt in den Urlaub wieder an den Grenzen stundenlang warten und mit mulmigen Gefühl strengstens kontrolliert werden? Welchen Schaden hat das für unsere Wirtschaft, wenn Waren verspätet oder gar nicht mehr ankommen? Welchen Schaden hat das für den Tourismus?
Wenn viele Mitmenschen uns verlassen…
Wenn uns alle Mitmenschen verlassen, welche die Vorstellungen dieser adrett aussehenden Damen und Herren nicht erfüllen können, werden wir bald keine funktionierenden Krankenhäuser, Altenheime oder Schnellrestaurants mehr haben und Supermärkte werden schließen, weil das Personal dort nicht mehr da ist. Wollen wir das wirklich?
Da glauben viele, es würde schon reichen, nur all die armen Menschen rauszuwerfen, die hier mit großen Hoffnungen ankamen, die sich nicht erfüllt haben und die dann aus Frust oder sonstigen Gründen auf die schiefe Bahn geraten sind und nun eigentlich „ausreisepflichtig“ wären. Nur wohin denn?
Wer es aus fernen Ländern, über zigtausend Kilometer durch Wüsten, mit Hunger und Durst und in klapprigen Booten über das Meer schlussendlich zu uns geschafft hat, wird das wieder tun! Gewonnen ist durch die teuren Abschiebungen auf die Dauer gar nichts. Das ist die bittere Wahrheit.
Keine Wartezeiten sondern gleich arbeiten lassen
Migranten müssen schon am Tag eins betreut und in Arbeit gebracht werden und nicht ewig warten müssen. Aktuell müssen Menschen, die zu uns kommen und um Hilfe bitten, viele Anträge stellen und warten und warten und warten.
Warum bekommen wir es nicht hin, diese Menschen schon am Tag 1 willkommen zu heißen, ihre Identität zu prüfen und ihnen dann einen Ausweis zu geben und am Tag zwei gleich Sprachunterricht und Sozialkunde (Wie funktioniert unsere Gesellschaft?) zu geben und insbesondere, dass die Menschen, die Arbeiten wollen und können auch sofort arbeiten dürfen? Viele Mitbürger würden hier gerne mithelfen, wenn sie wüssten wo und wie.
Menschen von weit weg gekommen sind, die einen Job haben und damit eigenes Geld verdienen, liegen niemand auf der Tasche, sondern helfen unserer Wirtschaft zu wachsen. Wenn diese Menschen Teile ihres Geld nach weit weg überweisen, sollten wir doch froh sein, denn damit werden die Menschen in fernen Ländern unterstützt und müssen sich gar nicht auf die weite Reise zu uns machen. Ist doch logisch, oder?
Qualifikationen schneller anerkennen
Was ist aktuell los? Geflüchtete Menschen mit Qualifikation können hier nicht arbeiten, weil ihre Papiere in einer fremden Sprache geschrieben sind und hier keiner so genau weiß, ob sie echt oder gültig sind oder was drin steht. Das muss einfach schneller gehen. Hätte jemand „nur“ eine „gefälschte“ Qualifikation, aber vom Thema gar keine Ahnung, fällt das schnell auf. Menschen die nur warten müssen und nichts machen dürfen, machen uns viel mehr Probleme.
Ein Marshall Plan zum Wiederaufbau unseres Landes
Hier im Land gibt es viele Baustellen, die ohne eine völlig neue Finanzregelung (Stichwort „Schuldenbremse“) nicht repariert werden können.
Wir brauchen einen Marshall Plan, der z.B. die schnelle Reparatur von Straßen und Brücken, von Eisenbahnstrecken ermöglicht. Damit könnten auch lange still gelegte, aber noch bestehende Eisenbahnstrecken wieder reaktiviert werden. Das tut der Umwelt gut, schafft Arbeitsplätze und bringt Wachstum vor Ort.
Aus diesem Marshall-Plan könnten Schulgebäude, Turnhallen usw. saniert und renoviert werden, das würde Arbeitsplätze im örtlichen Handwerk erhalten und neue schaffen.
Viele brauchen neue Heizungen, die umweltfreundlicher sind. Das können sich aber viele Hausbesitzer nicht leisten, sie brauchen hier Unterstützung. Ein Klimageld fördert das mittelständische Heizungshandwerk und schafft und sichert Arbeitsplätze und nützt der Umwelt.
Viele Menschen suchen eine bezahlbare Wohnung. Freigabe der Mieten verdrängt die Ärmeren, Mitpreisbremsen erschrecken die Hausbauer und Vermieter, da muss es auch Lösungen dazwischen geben: Staatliche Hilfen (vielleicht günstige Kredite), um eigene Wohnungen zu kaufen oder bauen zu können, neue bezahlbare Wohnformen (Genossenschaften?) Es gibt Beispiele in Europa (z.B. in Wien, Österreich), wie so etwas funktionieren könnte.
Endlich flächendeckendes funktionierendes Internet
Wir brauchen ein flächendeckendes Internet, über Glasfaser im Boden oder auch an Masten und natürlich über Mobilfunk. Dazu müssen aber komplett alle Kupferanschlussleitungen durchgehend bundesweit gegen Glasfaserleitungen ausgetauscht werden, ohne Mehrkosten für die bisherigen Kunden. Wer dann mit der Glasfaser mehr Geschwindigkeit oder neue Dienste buchen möchte, kann das tun – das kann teurer als bisher sein, muss es aber nicht.
Durch einen flächendeckend koordinierten Ausbau kann die Digitalisierung gelingen und nicht durch endlose Streiteren und viel Murks und Pfusch. Es braucht keine Drückerkolonnen an den Haustüren, welche die Bürger an den Haustüren das Blaue vom Himmel versprechen, aber nie einhalten und denen Provisionen versprochen wurden, die sie vielleicht nie erhalten werden.
Funktionierender Nahverkehr mit neuen (digitalen) Ideen
Wir brauchen einen flächendeckenden Nahverkehr. Ob nun alle 15 Minuten ein fast leerer Bus durch den Wald fahren oder ob es nicht schlauere Lösungen (z.B. Mobilität auf Bestellung) geben könnte, sollen die Regionen selbst entscheiden dürfen, nur das notwendige Geld muss dafür da sein.
Und wenn es nur eine Haltestelle mit einer Mitfahrerbank ist. Das schafft neue Kontakte und verbindet Menschen.
Keine Angst vor dem elektrischen Auto
Es ist Fakt: Der Verkehr belastet die Umwelt. Elektrische Autos sind die Zukunft, aber im Moment lösen sie bei vielen Bürgern nur große Ängste aus. Es gibt zu viele Fahrzeuge, die viel zu teuer sind und noch zu wenig Angebote, die noch Bereich des Bezahlbaren liegen. Es gibt zu wenig Ladesäulen gerade in Wohngebieten, wo es auch sonst zu wenig Parkplätze gibt. Es braucht einfache Ladesäulen für Laternenparker und schnelle Ladesäulen für Autofahrer auf der Durchreise.
Eine Förderung der Elektromobilität gestaffelt nach Einkommen des zukünftigen Autobesitzers wäre eine weitere Maßnahme. Doch dazu muss Geld in die Hand genommen werden. Es braucht schlaue Beratungsangebote, damit Autofahrer die neue Technik selbst erproben können, ob sie schon für sie brauchbar ist.
Somit wird die List der wählbaren Parteien immer kleiner.
Welche Parteien gibt es denn?
Die Alternative … ist keine oder bringt uns eine Zukunft, die 100 Jahre in der Vergangenheit liegt und dem Land schadet.
Die CDU/CSU hat einen neuen Chef, der nun endlich Kanzler werden möchte, dafür aber in der Vergangenheit manche Kapriolen geschlagen und neue „Mehrheiten“ erprobt hat. In TV-Duells hat der CDU-Hoffnungskandidat Friedrich Merz klar gesagt, nicht mit der AFD koalieren oder zusammenarbeiten zu wollen. Hoffentlich erinnert er sich ab dem 24.2. auch noch dran.
Die FDP hat uns den Schlamassel eingebrockt. Eine gerechtere modernere Gesellschaft, wo auch die ärmeren Mitmenschen Hoffnung tanken können, Geld in Projekte stecken, die erst mittel- bis langfristig Wirkung zeigen, war bestimmten führenden Köpfen der Partei unheimlich. Umwelt-Themen erschienen einigen nur lästig. Dabei hat die FDP das Thema Umwelt als erste Partei aufgegriffen. Nun wird sie dieses Mal wohl unter 5 Prozent bleiben und danach viel Zeit zum Nachdenken haben.
Die SPD meint es gut, aber ihre Führungskräfte dürfen nicht oder können nicht vermitteln, was sie wollen und wie sie es schaffen, also wo die Reise hingehen soll. Olaf Scholz hatte nicht den Mut, den Staffelstab an Boris Pistorius zu übergeben, das könnte sich als großer Fehler erweisen.
Die Grünen sind für viele Menschen ein rotes Tuch, weil man den Menschen erzählt hat, dass die Grünen alles „verbieten“ wollen. Vielleicht solltet ihr in Videos auf Youtube oder den Mediatheken von ARD und ZDF dem Robert Habeck einmal viel genauer zuhören. Da ist nicht alles grundfalsch. Man muss nur die Möglichkeit haben dürfen, es auch umzusetzen.
Neu ist die Partei VOLT, eine europäische Partei. Ihre Ideen liegen etwa zwischen den Piraten (fast vergessen) und den Grünen und Teilen der SPD. Die spannende Frage ist, ob sie die 5 Prozent Hürde ins Parlament schaffen und wenn sie nur 4 Prozent bekämen, würden die anderswo fehlen.
Die Partei BSW konzentriert sich auf ihre namensgebende Führungsfigur, die dem Regime in Moskau nahesteht und glaubt, den fürchterlichen Ukraine-Konflikt in ein paar Gesprächen lösen zu können. Auch hier ist unklar, ob sie die 5 Prozent schaffen werden.
Die „Linke“ hat eine bewegte Vergangenheit. Etwa 20 Prozent der Jugendlichen unter 18 würden sie wählen. Nicht wegen ihrer Vergangenheit, sondern weil ihnen soziale Themen, Umwelt, Gerechtigkeit und so weiter wichtig sind. Diese Themen finden beispielweise bei der Alternative… oder auch der CDU kaum statt, da werden „arme“ Menschen mit oder ohne Handycap („Bürgergeld“) als Schmarotzer, etc. gebrandmarkt, ohne genauer hinzusehen.
Die Linke liegt wieder über 5 Prozent. Dort wo sie in der Regierung waren (z.B. in Berlin) haben sie schnell gemerkt, dass viele Probleme erkannt, aber kaum lösbar sind.
Und dann gibt es noch viele Kleinstparteien, die kaum jemand kennt, die man aber wählen kann, wenn man absolut keine Idee hat, wen man wählen will.
Drum prüfe, wer sich stimmlich bindet…
Liebe Leute, macht Euch die Mühe und prüft, ob die Partei, der ihr nahesteht oder die ihr wählen wollt, die für Euch wichtigen Punkte erfüllen kann oder will.
Besucht eine Parteiveranstaltung, hört mal genau zu, was die erzählen und überlegt selbst, ob das passt oder stellt Fragen. Sprecht mit Nachbarn, Freunden und Kollegen.
Parteien, die andere Menschen am liebsten sofort „rauswerfen“ möchten („Remigration“) oder die einen Unterschied machen, ob der Urgroßvater „von hier“ oder von „weiter weg“ kommt, sind bestimmt keine Lösung.
Und geht wählen:
Die Erststimme für den regionalen Kandidaten. Nur der Kandidat, der die Mehrheit gewinnt, hat eine Chance, wenn seine Partei auch sonst genügend Zweitstimmen (für die Partei) bekommen hat.
Danke für die Aufmerksamkeit.







